Luftbestattung

Unter Luftbestattung versteht man das Verstreuen der Asche eines Verstorbenen von einem Heißluftballon einem Flugzeug oder von einer Rakete aus. Nach der Kremierung wird die Asche in einer Zeremonie verstreut. Die Angehörigen können an der Zeremonie teilnehmen. Diese Beisetzungsart ist in Deutschland nicht erlaubt.

Da diese Bestattungsform in Frankreich und auch in der Schweiz verbreitet ist, wird sie von deutschen Bestattern über dortigen Territorien ausgeführt. Auch in Tschechien ist die Einäscherung in Böhmen mit anschließender Übergabe der Asche an den Wind möglich, sie fällt dabei auf genehmigte Wiesengebiete.

Das Element Luft ist die Entsprechung der geistigen und spirituellen Welt, sie verbindet leicht und ungeteilt alle Menschen. Luft wird erst sichtbar in der Bewegung, die sie hervorruft: im Ziehen der Wolken, im Rauschen der Blätter, in der Dynamik des Sturmes, im Fließen der Atembewegung … Luft belebt und ist Träger von Tönen, Klängen, Gerüchen und der Sprache. Der Wunsch, die eigene Asche nach der Einäscherung der Luft zu übergeben, ist verbunden mit dem Gefühl der Freiheit, Leichtigkeit und Ungebundenheit.

In Deutschland ist die Luftbestattung über Landflächen nicht erlaubt. Es besteht die Möglichkeit, die Asche vom Helikopter über dem Meer oder vom Flugzeug aus über ausgewiesenen Landflächen in der Schweiz auszustreuen. Auch bei einer Ballonfahrt im Elsass in Frankreich können Sie bei der Ausstreuung der Asche über einem Waldgebiet dabei sein.

Zu bedenken ist, dass während der Luftbestattung nur wenige Angehörige teilnehmen können und dass es später keinen festen Ort für die Trauer gibt.